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Nachmittag den Beichttag gehabt. … ein Pater und der Pfarrer von Eckbolsheim waren Beicht gesessen und der Pfarrer hat zuvor eine sehr schöne Ansprache gehalten. … in der Kirche haben wir Kommunion gehabt, war sehr schön, wie alles voll Soldaten war. Nach dem Amt hat er wieder eine sehr schöne Ansprache gehabt. Du darfst keine Angst haben, man kann auch hier seine Christenpflicht tun. Liebe Mari, auf den Urlaub bin ich schon sehr neugierig, ob ich einen bekomm oder nicht. Wenn ich keinen bekomm, mußt halt bauen, was ihr könnt. Das andere muß man halt dann liegen lassen. Es wird aber mit dem Zahlen auch so werden, daß man nicht mehr kann. Wenn der Sepp auch fort muß, kannst nicht helfen, mußt halt dann alles schleifen lassen. Daß ihr auf Ostern nicht einmal mehr Krapfen backen u. Eier, was wird denn noch alles werden, wenn der Krieg nicht schon bald gar ist. Mir brauchst nicht viel schicken, denn ich habe mich schon an alles gewohnt, was man zu Hause nicht weiß. Daß Du nur noch eine Mark gehabt hast, das glaube ich Dir schon, jetzt weißt selbst, wo das Geld hinkommt. Ich verbrauche gewiß auch nicht viel, aber es wird doch immer weniger. Sage den Buben, es sollen brav sein, wissens es nicht mehr, daß ich fort habe müssen. Und sage ihnen, es sollen daran denken, was ich öfters gesagt habe. Denn es ist ja Krieg, man ist nicht so bei einer Übung eingezogen worden. Neues kann ich Dir nicht viel schreiben. Wenn ich das Glück habe, daß ich in den Urlaub komme, dann kann ich es Euch mündlich erzählen. Bei uns ist jetzt sehr schönes Wetter, wird schon alles grün. Die Leute sind schon alle auf den Feldern, ist auch sehr warm. Liebe Mari, ich bringe die heuerigen Ostern in dem schönen Elsaß zu. Das hätte man nie geglaubt, daß ich mit 45 Jahren noch so weit fort müsse, aber es geht alles. Grüße mir alle Bekannten. Was ist es denn mit der Lena, ist doch noch gesund? Was gibts so Neues im Dorf? Grüße mir die Paus Lini und alle Bekannten. Der Ottilie habe ich auch schon eine Karte geschickt, hat mir aber keine Antwort gegeben. Nochmals viele Grüße von mir an alle, auf ein baldiges Wiedersehen, auch extra an die Buben, Euer Vater.\""]]]],["element",{"elementId":"38"},["name","Coverage"],["description","The spatial or temporal topic of the resource, the spatial applicability of the resource, or the jurisdiction under which the resource is relevant"],["elementTextContainer",["elementText",{"elementTextId":"5221"},["text","Oberseilberg, Grainet, Lkr. 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Der Schmöller Peter schrieb dem Johann, daß er von Dir gar nichts weiß. Lieber Andere! Lass Dich ganz gewiß machen, bevor Du in Urlaub fahrst, gehe zu einem Gscheiten. Die Buben treibens so stark, alle Tag fragens. Auch schreibe obs Du Zeit hast, wenn der Schauer retour kommt, daß Du nach Straßburg kommst. Lieber Andere! Es ist bereits ½ 11 Uhr und bin schon sehr schläfrig und muß das Schreiben schließen. Mit vielen herzlichen Grüßen verbleibe ich Deine liebe Mari und Kinder. Auf baldiges Wiedersehen! Bleibe gesund, behüt Dich Gott! Einen schönen Gruß von den Gendarmen.\""]]]],["element",{"elementId":"38"},["name","Coverage"],["description","The spatial or temporal topic of the resource, the spatial applicability of the resource, or the jurisdiction under which the resource is relevant"],["elementTextContainer",["elementText",{"elementTextId":"5249"},["text","Oberseilberg, Grainet, Lkr. 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April 1915\r\nLieber Andere! Deinen lieben Brief heute, den 12. erhalten. Neues kann ich Dir schreiben, daß der Wachtmeister da war, um zu recherchieren wegen dem Urlaubsgesuch. Er hofft, daß Du gewiß kommst. Auch hat gestern der Andre Bauer für uns von Maxl von Kaining eine Kuh gekauft, ist nicht zuwider, hat gekostet 382 Mark. Zuerst wollte es der Johann kaufen, der gab ihm bloß 375 Mark. Dem hat ers nicht geben, weils am Anfang der Kasper-Hansl schon gekauft 94. Gehandelt ist worden wie an einem Samstag in Waldkirchen. Der Johann war um 9 Uhr heimgekommen, der Andre Bauer war um 10 noch beim Schauer, weil gestern so alles beim Schauer war und bereits ein jeder bedupft ist. So erzählt uns der Johann heute Vormittag, weil er krank war, und da ist er zu mir gekommen. Auch hat uns der Johann schon zweimal seine Leute geschickt zum Mist zerrecheln, am Samstag 2 und heute 4 Personen, haben noch drei einen halben Tag Arbeit. Darfst ihm wieder schreiben. 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Sag einen schönen Gruß von mir, ich bin jetzt schon 2 Monat fort, habe schon gar manches gesehen u. erlebt, was man in Oberseilberg u. Grainet nicht erleben kann. Aber nur Mut, die Zeit vergeht auch u. der Krieg muß doch einmal ein Ende nehmen. Daß der Seppei immer wieder Zahnweh hat, da erbarmt er mir schon und daß die Lena nicht mehr gehen kann, das wird auch ein großes Kreuz mit ihr und daß Launen hat, das weiß ich gut genug. Lass es nur gehen und tut ihr das seinige. Und geht öfters hin zu ihr, ist ja schon alt auch. Sollte es aber schlechter werden, daß schwer erkranken und mich brauchen würde, so müsste entweder der Doktor telegrafieren oder die Gemeindeverwaltung, denn anders bekomme ich keinen Urlaub. Denn andere Telegramme werden verworfen, wenn sie nicht amtlich sind. Liebe Mari, hast die Kuhhaut dem Dafinger in Grainet gegeben zum fortschicken? Da bekommst das richtige, was es wert ist. 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Denn das muß dann von der Gemeinde nachgeschickt werden. Aber jetzt braucht es noch nicht, ich schreib es nur, daß wenn was vorkommen soll, daß Du es weißt, was Du machen mußt. Jetzt gewöhne ich mich schon besser ein, aber am Anfang hat mir gar nichts gefallen. Dienst haben wir sehr wenig, im Vormittag 2 bis 3 Stunden u. Nachmittag auch so was, aber nur keine Freude hat man halt nicht mehr daran, und wie Du jetzt geschrieben hast, was das ist, Garnisonsdienst, das ist, daß ich muß auch Exerzieren und alles mitmachen wie die anderen. Nur wenn einige fort müssen, nach Belgien, Antwerpen oder Russland, da kommen die fort, die Felddienst tauglich sind, und in die Feuerstellung da komme ich nie, da brauchst keine Angst zu haben. Heute habe ich gehört, daß es 26 Tausend Russen gefangen haben sollen es ist von 8 bis 10 Uhr gebracht worden. Liebe Mari, keinen Hunger habe ich nicht, zu Essen haben wir genug. 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In dem Interview erzählt er von seiner Tätigkeit.\r\n\r\nAuf der Gedenktafel der Gemeinde Tittling und Witzmannsberg für die Gefallenen und Vermissten der Gemeinde zwischen 1914 und 1918 sind 99 ovale schwarz-weiß Fotografien als Collage zusammengestellt. Unter jedem Bild sind die Vornamen und Familiennamen des Abgebildeten als runder Schriftzug gedruckt. Die Tafel ist von Lorbeerkränzen umgeben und an beiden Seiten oben hängen Eiserne Kreuze als Orden stellvertretend für alle Gefallenen.\r\n\r\n---\r\n\r\nHerbert Zauhar je dobrovolný vlastivědný badatel a bývalý starosta Tittlingu, který již 10 let sbírá historické dokumenty a předměty ze své obce. O pozůstalostech z první světové války a jejich majitelích ví  mnoho a zná také několik s nimi spojených příběhů (podobně jako mnozí další vlastivědní badatelé v Bavorsku). V rozhovoru se Herbert Zauhar zmiňuje o své činnosti dobrovolného vlastivědného badatele. \r\n\r\nNa pamětní desce obce Tittling a Witzmannsberg, která připomíná padlé a pohřešované mezi lety 1914-1918 je vystaveno 99 oválných uměleckých černobílých fotografií. Pod každou fotografií je vytištěno křestní jméno a příjmení. Nápisy jsou zahnuté do oblouku a kopírují tak oválný tvar fotografií. Tabule je obklopena vavřínovými věnci, na obou stranách nahoře visí Železné kříže, které představují vyznamenání všech padlých.   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